Pendler-Euro umgesetzt

Mit zusätzlichen Mitteln in der Höhe von rund 150 Millionen Euro stehen im Jahr 2013 insgesamt 530 Millionen Euro für die Pendlerinnen und Pendler bereit. Das Maßnahmenpaket ist damit die größte Reform seit Einführung der Pendlerpauschale durch Alois Mock vor 25 Jahren.

Das ÖAAB-Maßnahmen-Paket im Detail:

1)   Einführung einer kilometergenauen Pendler-Euro-Förderung zusätzlich zur bestehenden Pendlerpauschale

  • Zwei Euro pro Kilometer Arbeitsweg (einfache Wegstrecke vom Wohn- zum Arbeitsort)
  • als Direktförderung, also einkommensunabhängig, direkt in die Geldbörse
  • für Bezieher der großen und kleinen Pauschale gleichermaßen 

Beispiel: D.h. wer 30 km zur Arbeit pendelt, erhält künftig 60 Euro (netto) mehr als bisher, bei 50 km Arbeitsweg um 100 Euro mehr als bisher usw.

2)   Verdoppelte Förderung für 160.000 Kleinverdiener

  • Bisher erhielten all jene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die keine Lohnsteuer zahlen und damit nicht pauschalberechtigt waren (160.000 Arbeitnehmer) bis zu 141 Euro als Negativsteuer (also Direktförderung.)
  • Zukünftig erhalten Pendlerinnen und Pendler ohne Pauschal-Anspruch bis zu 290 Euro Pendlerzuschlag.
  • Das bedeutet um fast 150 Euro mehr Förderung pro Jahr.

3)   Auch Wochen- und Teilzeitpendler werden anspruchsberechtigt 

  • Wer 1 Mal die Woche pendelt, bekommt ein Drittel der Pauschale.
  • Wer 2 Mal die Woche pendelt, bekommt zwei Drittel der Pauschale.
  • Wer 3 Mal die Woche pendelt, bekommt die volle Pauschale.
  • Bisher galt: Wer weniger als 11 Mal im Monat zu seiner Arbeitsstätte pendelte, hatte keinen Anspruch auf Pendlerpauschale.

4)   Jobticket-Angebot für alle

  • Damit können Betriebe die Fahrkosten für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen und diese als Betriebsausgabe geltend machen.
  • In der Höhe einer Jahresfahrkarte eines öffentlichen Verkehrsmittels
  • Diese Fahrtickets sind von der Lohnsteuer und Sozialversicherung befreit
  • Bisher war das Jobticket nur für Bezieherinnen und Bezieher der kleinen Pendlerpauschale (ab 20 km) vorgesehen.

 

Beispiele:

Eine teilzeitbeschäftigte Verkäuferin (Mutter mit minderjährigen Kindern) pendelt zwei Tage die Woche 25 km zur Arbeit. Ihr Verdienst 770 Euro brutto im Monat. 

  • bisher kein Anspruch auf Pendlerpauschale
  • künftig 290 Euro (Pendlerzuschlag)

Eine Arbeitnehmerin bzw. ein Arbeitnehmer pendelt täglich 58 km zur Arbeit. Egal ob ihm öffentliche Verkehrsmittel zumutbar sind oder nicht, in jedem Fall gebührt der Pendlereuro (2 Euro pro km Arbeitsweg)

  • 116 Euro mehr pro Jahr (zusätzlich zur Pendlerpauschale)

Eine Wochenpendlerin bzw. ein Wochenpendler hat einen Zweitwohnsitz am Arbeitsort. Die Entfernung Hauptwohnsitz - Arbeitsstätte beträgt 66 km

  • bisher kein Anspruch auf Pendlerpauschale
  • künftig 1.224 Euro große Pendlerpauschale od. 672 Euro kleine Pauschale - je nachdem, ob öffentliche Verkehrsmittel zumutbar sind

Eine Arbeitnehmerin bzw. ein Arbeitnehmer verdient 1.070 Euro brutto, zahlt keine Lohnsteuer und pendelt dreimal pro Woche 30 km zur Arbeit.

  • bisher 251 Euro (15 Prozent der SV-Beiträge als Negativsteuer)
  • künftig 400 Euro (18 Prozent der SV-Beiträge)


Quelle: ÖAAB Bundesleitung

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